Chiropraktik

Was ist Chiropraktik?

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ie Chiropraktik ist die drittgrößte Gesundheitsprofession weltweit und kommt aus den USA. Sie kann bei Tieren jeden Alters angewendet werden – sowohl therapeutisch als auch prophylaktisch. Durch Chiropraktik lassen sich Bewegungseinschränkungen aller Gelenke im Körper diagnostizieren und befreien. Eingeschränkt bewegliche Gelenke der Wirbelsäule äußern sich bei Mensch und Tier gleichermaßen durch Steifheit, Muskelverspannungen und Schmerzen.

Eine gestörte Biomechanik führt neben kompensatorischen Fehlhaltungen auch zu einer Irritation von Nervenbahnen, die jeweils zwischen zwei Wirbeln aus dem Rückenmark austreten und zur Muskulatur und den Organen ziehen. Die Informationsleitung zwischen Gehirn und den Organen ist gestört. Die fehlende Balance führt zu Fehltritten, mit denen das Verletzungsrisiko von Gelenken, Bändern und Sehnen steigt. Auch Erkrankungen der inneren Organe, wie Fruchtbarkeitsstörungen oder rezidivierende milde Koliken, können auf diese Weise entstehen. Kleine Störungen verursachen meist nur eine geringfügige Beeinträchtigung, können dem Pferd jedoch seine Aktivität und Bewegungsfreude nehmen.

Liegen erheblichere Bewegungseinschränkungen vor, versucht das Pferd die fehlende Flexibilität und Mobilität der Wirbelsäule zu kompensieren bzw. eventuell auftretenden Schmerzen auszuweichen, indem es eine Schonhaltung im Bewegungsablauf einnimmt. Es werden dadurch andere Abschnitte der Wirbelsäule oder der Gliedmaßen vermehrt mechanisch belastet. Sekundär treten weitere Blockaden auf und nach einer gewissen Dauer werden einzelne Gelenke überlastet, wodurch sich der Zustand sichtbar verschlimmert und klinisch, z.B. durch Lahmheit, auffällig wird.

Gelenksveränderungen bei Unbeweglichkeit

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nbeweglichkeit ist nicht nur der Grund für schnelleres Altern der Gelenke, sondern verlangsamt auch den Heilungsprozess. Nur ein gesundes, bewegliches Gelenk kann sich schnell regenerieren und schmerzfrei bewegen. Liegt ein verringerter Bewegungsspielraum in eine Bewegungsrichtung vor, bewegt sich beispielsweise ein Gelenk statt 5 Grad nur noch 2 Grad in diese Richtung. Das führt dazu, dass bereits nach wenigen Tagen die Kontaktflächen des Gelenks degenerieren. Die Gelenkschmiere (Synovia) verliert ihre schmierende Eigenschaft.

Nach wenigen Wochen bilden sich Adhäsionen zwischen dem Gelenkknorpel und den Menisken. Durch die Chiropraktik kann der schädliche Effekt von Unbeweglichkeit verhindert werden. Das „Adjustment“, das Handwerk der Chiropraktik, stellt die normale Gelenkbeweglichkeit wieder her, es kann leichte Pathologien rückgängig machen und degenerative Prozesse verlangsamen. Die Bewegungsfreiheit der Gelenke ist somit die wichtigste Grundlage für das Weiterleiten von Befehlen und für ausreichend Gelenkschmiere.

Chiropraktik als Prophylaxe

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arum die Ursache behandeln und nicht erst die Symptome? Der Goldstandard der Chiropraktik ist die präventive Behandlung. Das Ziel ist es, den Organismus in einem Bereich zu erhalten, in dem noch keine medizinische Therapie notwendig ist, also noch keine Symptome einer Erkrankung auftreten. Z.B. treten Symptome einer Nierenerkrankung erst auf, wenn 2/3 des Nierengewebes geschädigt sind der Körper kompensiert lange. Das Gleiche gilt für Erkrankungen des Bewegungsapparates. Eine vom gesunden Zustand abweichende Funktion geht den äußerlich sichtbaren Anzeichen einer Erkrankung lange voraus!



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